Mein Leben mit einem American-Staffordshire Terrier

Vor ca. fünf Jahren erfuhr ich von einem Hund der zusammen mit einem Schäferhund in einem Schweinestall gehalten wurde. Der Hund war erst vier Monate alt u. litt fürchterlich unter diesen Umständen. Also fuhr ich nach Heilbronn um mir selber ein Bild darüber zu machen. Doch mittlerweile hat der Besitzer den Hund an den Züchter zurückgegeben. Auf anfrage beim Züchter, sagte der mir ich könne ja vorbeikommen. Das erste was ich von dem kleinen Kerl sah, war eine riesengroße  Zunge, die über mein Gesicht leckte, ein Schwanz der sich drehte wie ein Propeller. Riesenfreude das jemand kam u. ihn aus dem Zwinger lies. Er war dürr u. schmutzig, aber ich liebte ihn von der ersten Sekunde an. Niemals hätte ich ihn dort seinem Schicksal überlassen. Der Züchter merkte dies wohl, den von anfänglich 1000, wurden immerhin 2500DM. Aber wie gesagt es war Liebe auf den ersten Blick! Sein Name war Chan und er war ein  AMERICAN-STAFFORDSHIRE.

Da ich vorher eine  absolut liebe Bullterrierhündin hatte machte mir der Name Kampfhund keine Angst. Also auf nach Hause. Beim betreten meiner Wohnung kamen sofort meine zwei Katzen Ursus u.Robby auf uns zu. Wie wird Charly so nannte ich ihn reagieren?
Wird er sie packen ,sie zerfetzen? Ich hielt die Leine fest in der Hand um sofort eingreifen zu können. Aber es war nichts, absolut nichts. Meine Katzen u. Charly waren sofort die besten Freunde u. so blieb es auch. Meinen Söhne bekamen einen neuen Freund u. es war alles in Ordnung! Am nächsten Tag meldete ich Charly bei der Steuer u. auf dem Ordnungsamt an. Danach wollte ich Charly bei meiner Versicherung anmelden. Doch was ich zu hören bekam gefiel mir gar nicht. Was, einen Kampfhund der  Gruppe 1?Nein solche Hunde versichern wir nicht. Danke auf so eine Versicherung kann ich in Zukunft auch verzichten, so lautete meine Antwort. Nach langem Suchen fand ich eine Versicherung u. dachte, na also alles in Ordnung. Bis ich ein Schreiben der Stadt bekam, in dem von mir ein berechtigtes Interesse für das Halten eines solchen Hundes angefordert wurde. Sollte ich dies nicht vorlegen  könnte ich mit einer Ordnungsstrafe von bis zu 20 000 DM belegt werden.
Was soll ich sagen, nach 1 1/2 Jahren bekam ich durch meinen Rechtsanwalt die Genehmigung. Charly war mittlerweile fast zwei Jahre alt hatte seine Begleithundeprüfung  super bestanden u. war auch kastriert worden. Selbstverständlich wurde er auch von einem Sachverständigen für Kampfhunde überprüft, der nur das beste über ihn in seinem Gutachten schreiben. Kopie auch an die Stadt Landshut. Leinenpflicht, Türklinken durch Drehknöpfe ersetzen, polizeiliches Führungszeugnis vorlegen  usw.  usw. Aber das alles nahm ich gerne in Kauf.
Auch die Kommentare von Nichtswissenden Personen die meinen Hund als Kampfhund beschimpften störten mich nicht. Doch bei vielen Spaziergängen passierte es mir, das andere Hunde wild kläffend u. knurrend auf uns zukamen. Herrchen oder Frauchen beinahe in Ohnmacht vielen, weil Hasso oder Fiffi trotz rufen nicht zu ihnen kamen sondern auf eine Mördermaschine zuliefen. Mein Hund hat niemals ein Tier oder gar einen Menschen angegriffen.
Er gehorchte auf jedes Kommando ,da ich ihn mit viel Liebe zu einem guten Begleiter erzogen habe. Es passierte nicht nur einmal das Charly von einem anderen Hund angegriffen wurde, er sich aber nicht wehren konnte weil ich ihm in solchen Situationen immer einen Maulkorb übergezogen habe. Die Besitzer der anderen Hunde meinten meist nur so ein Kampfhund würde das ja wohl aushalten. Wie schwach in ihrem Denken müssen solche Leute wohl sein?

Leider musste ich Charly im letzen Jahr am 18.10.einschläfern lassen, er hatte Krebs. Aber mein Freund u. ich waren bis zur letzten Sekunde bei ihm. Auch wenn wir jetzt wieder zwei neue Hunde haben, wir werden  Charly nie in unserem Leben vergessen.

Er war kein Kampfhund!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Er war unser bester Freund!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  

 

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